
3. Liga
LEERE NACH PLEITE
„Ich habe die Mannschaft im Stich gelassen!“
Lange Gesichter bei Westligist Wals-Grünau! Nach der Derby-Abfuhr am vergangenen Freitag in St. Johann mussten sich die Flachgauer auch am Donnerstag geschlagen geben. Gegen die zweite Garde des SCR Altach setzte es am Ende eine 1:2-Niederlage. Trainer und Spieler gingen nach Spielende hart mit sich ins Gericht. Auch St. Johann und Kuchl waren im Einsatz.
Dieses Spiel zu verlieren, war schon eine besondere Kunst. Wals-Grünau (künftig mit Halleins Sebastian Müller) musste sich den Juniors des SCR Altach am Donnerstag mit 1:2 geschlagen geben und verpasste damit die Wiedergutmachung auf die 1:6-Abfuhr im Derby bei St. Johann am vergangenen Freitag. Die Gesichter sprachen nach der Partie Bände. „Es ist schwer in Worte zu fassen. So ein Spiel zu verlieren, ist schwieriger als zu gewinnen“, wurde Grünaus Cheftrainer Bernhard Huber-Rieder deutlich.
Spielerisch konnte sich seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche dennoch steigern. „Man muss aber auch ehrlich sein, es wäre nicht mehr schlechter gegangen“, legte der 33-Jährige nach. Ein Grund für die Pleite gegen die Vorarlberger war auch eigenes Unvermögen. „Wir hatten viele hundertprozentige Chancen, die wir machen hätten müssen“, sprach Huber-Rieder die kläglich vergebene 2:1-Führung an, als Stürmer Valdrin Kadrija einen Abpraller aus kurzer Distanz nur an die linke Stange anvisierte.
„Ich habe den Ball schon drinnen gesehen. Mein Abschluss war nicht ideal. Den hätte ich einfach machen müssen. So muss ich sagen, dass ich das Team im Stich gelassen habe“, haderte der 31-Jährige nach Spielschluss im Gespräch mit der „Krone“.
St. Johann feiert verstorbene Klub-Ikone Sepp Klingler
Zumindest einen Punkt ergatterte sich am Donnerstag St. Johann. In Kitzbühel gab es für die Crew von Cheftrainer Bernhard Kletzl ein 0:0-Unentschieden. „Wir waren die bessere Mannschaft. Uns ging heute irgendwie kein Ball rein“, sagte Kletzl nach der Partie, die aufgrund des Todes von Präsident Josef Klingler am vergangenen Samstag alles andere als leicht war. Tribut gezollt hat der Klub der Vereinsikone durch extra angefertigte Aufwärmdressen. „Es war schon sehr schwer für uns. Wir wollten ihm einfach noch einmal was mitgeben“, schilderte der Übungsleiter die Idee.
Einen standesgemäßen Sieg feierte indes Kuchl. Die Tennengauer gewannen bei Schlusslicht Lauterach verdient mit 3:0.
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Bild: zVg



















